Der Morsekegel
Der Morsekegel, auch Morsekonus genannt, ist eine genormte, leicht konische Schnittstelle in der Zerspanungstechnik. Er dient dazu, Werkzeuge (wie Bohrer, Reibahlen oder Drechselfutter) schnell, präzise und zentriert in der Werkzeugaufnahme von Dreh-, Bohr- oder Fräsmaschinen zu spannen.
Funktionsweise
Die Verbindung basiert auf dem Prinzip des Selbsthemmens. Der Kegelwinkel ist so gering (ca. 1° 25' bis 1° 30'), dass sich der Werkzeugkegel (Außenkegel) und die Werkzeugaufnahme (Innenkegel) durch den Druck beim Einspannen kraftschlüssig und extrem fest miteinander verkeilen. So wird sichergestellt, dass das Werkzeug bei der Bearbeitung zentriert bleibt und die auftretenden Kräfte sicher übertragen werden.
Größen und Normen
Der Morsekegel wird in die standardisierten Größen MK0 bis MK7 unterteilt, wobei MK0 der kleinste und MK7 der größte Konus ist. Zur besseren Handhabung sind die meisten Morsekegel an der dicksten Stelle mit einer sogenannten Austreibzunge versehen. Damit lässt sich das Werkzeug mithilfe eines Austreibkeils leicht aus der Spindel herauslösen.
SYSTEM 3E ist eine innovative, patentierte Bautechnologie für den Hausbau, die das physikalische Prinzip des Morsekegels direkt auf Mauersteine überträgt.
Anstatt wie im Maschinenbau Bohrer zu spannen, werden hier Wandelemente aus Perlit völlig ohne Mörtel, Kleber oder Wasser standsicher miteinander verbunden.
Das Morsekegel-Prinzip im Hausbau
Die Ober- und Unterseiten der 3E-Elemente besitzen eine präzise, patentierte Geometrie. Die Neigungswinkel der Passflächen nutzen exakt den Effekt der Selbsthemmung und Haftreibung eines Morsekegels.
- Mechanische Blockade: Beim Aufeinandersetzen rasten die Steine per „Klick-Klick“-Verfahren ein. Sie eliminieren Bewegungen in alle Raumrichtungen (X-, Y- und Z-Achse).
- Stabilität unter Last: Wie beim Bohrer, der sich bei Druck fester in die Spindel presst, verdichtet und stabilisiert sich die SYSTEM 3E-Wand durch das Eigengewicht der Steine und die Deckenlast von selbst.
- Keine Klebstoffe: Da die Verbindung rein kraft- und formschlüssig ist, entfallen Mörtel oder Kleber vollständig.
Das Material: Perlit
Die Elemente bestehen zu 99 % aus Perlit (aufgeweitetes Vulkanglas) und mineralischen Bindemitteln. Das Material ist extrem leicht, feuerfest und besitzt hervorragende Dämmeigenschaften. Dadurch entstehen einschalige Wände, die keine zusätzliche Außenisolierung (wie Styropor) benötigen.
Die Vorteile der Technologie
- Enorme Baugeschwindigkeit: Ein 100-m²-Haus kann in der Rohbauphase theoretisch innerhalb von 24 Stunden errichtet werden.
- Trockenbauweise: Da kein Wasser auf der Baustelle genutzt wird, entfallen Trocknungszeiten und das Risiko von Baufeuchte oder Schimmel.
- Nachhaltigkeit: Die Wände weisen einen deutlich geringeren CO₂-Fußabdruck auf und sind zu 100 % recycelbar.




